S2 . Transformation und Innenentwicklung 

Planungswerkstatt zur Standortentwicklung der Universität Siegen
WETTBEWERB competition

Ort, Jahr
location, year: Siegen, 2015


1. Neuordnung des Ortskerns von Ramersdorf, München
WETTBEWERB competition
Ort, Jahr location, year: München/ Munich, 2013

2. Schinkel Wettbewerb 2012. Fachsparte Städtebau, Potsdam
WETTBEWERB competition
Sonderpreis des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg/ Special prize from the Brandenburg Ministry of Infrastructure and Agriculture
Ort, Jahr
location, year: Potsdam, 2012

3. Schinkel Wettbewerb 2009. Fachsparte Städtebau, Rathenow
WETTBEWERB competition
Sonderpreis des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg/ Special prize from the Brandenburg Ministry of Infrastructure and Spatial Planning
Ort, Jahr location, year: Rathenow, 2009

4. Altstadt Weil der Stadt
WETTBEWERB competition
Ankauf/ runner-up
Ort, Jahr location, year: Weil der Stadt, 2009


 1. Neuordnung des Ortskerns von Ramersdorf, München 
WETTBEWERB competition



Ort, Jahr location, year: München/ Munich, 2013
Projektgebiet project area: 12 ha
Auslober initiator: Landeshauptstadt München/ City of Munich
Team team: sternlandsc
haften, Köln/ Cologne + BSV Büro für Stadt- und Verkehrs-
planung, Aachen/ Aix-la-Chapelle



Ramersdorf, ein dörflich geprägter Wallfahrtsort direkt am Innsbrucker Ring und der A8 gelegen, soll durch die Neuordnung der Rosenheimer Straße qualifiziert und baulich weiterentwickelt werden. Durch die Verlegung der Straße nach Osten, die Ausweisung neuer Baufelder sowie gezielte Eingriffe und Additionen im Grünbestand entsteht eine simple und klare Raumstruktur: ein Bebauungsmantel formuliert den Lärmschutz, ein geschlossener und neu programmierter Parkring entwirft hochwertige, lärmgeschützte und ökologisch wertvolle Grünstrukturen mit hohem Aufenthaltswert. Die Lage der Kirche direkt an der Rosenheimer Straße definiert einen Ort mit hohem Identifikationsgrad und ein gemeinsames Zentrum für Ramersdorf und die westlich angrenzenden Siedlungsstrukturen gleichermaßen.



Die Arbeit schlägt vor, den Dorfbegriff als ein integriertes Quartier weiterzudenken, das eine heterogene Bau-, Nutzungs- und Sozialstruktur aufweist und in dem sich kleinteilige Nachbarschaften entfalten können. Die bestehende Bau- und Nutzungstypologie mit einer differenzierten Körnigkeit in der Parzellierung und Höhenentwicklung der Gebäude sowie in der Nutzungs- und Eigentumsstruktur wird fortgeführt und definiert ein kleinteiliges Gassen- und Platzsystem. Die Bindung an den Standort wird durch ein breites Angebot mit neuen Wohnungstypen für alle Alters- und Einkommensgruppen unterstützt, ein Umzug innerhalb des Quartiers ermöglicht. Unterschiedliche Bauträgerschaften sowie vielfältige Nutzungsmischungen tragen zusätzlich zur Zukunftsfähigkeit des Quartiers bei.


 2. Schinkel Wettbewerb 2012. Fachsparte Städtebau, Potsdam 
WETTBEWERB competition
Sonderpreis des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg/ Special prize from the Brandenburg Ministry of Infrastructure and Agriculture



Ort, Jahr
location, year: Potsdam, 2012
Projektgebiet project area: 26 ha
Auslober initiator: AIV zu Berlin e.V.



Der vorliegende Entwurf entwickelt für acht städtische Charakterräume Strategien, die von der Neuentwicklung ganzer Quartiere bis hin zur Implementierung einzelner Bausteine oder Konzepte reichen. Das verbindende, qualitätssichernde Element stellt dabei ein stabiles Gerüst aus vielfältigen Öffentlichkeiten und öffentlichen Räumen dar, die programmatisch und gestalterisch aufgeladen sind, gleichzeitig jedoch genügend Möglichkeitsräume und Veränderungspotenzial für zukünftige Entwicklungen aufweisen. Dabei spielt das Zusammenwirken von prozess- und akteursorientierter Ansätzen mit der Entwicklung innovativer Wohn- und Arbeitsmodelle und der Anwendung einer Vielzahl unterschiedlicher Bauherrenmodelle eine wichtige Rolle. Die architektonische und freiraumplanerische Qualität dieser wesentlichen Setzungen gilt es zudem durch eine transparente und offene Prozessgestaltung zu sichern, die sich durch das Leitbild von „Recht auf Stadt“ für alle auszeichnet. Manchmal bedarf es hierfür Brüche, Maßstabssprünge und ein ungewöhnliches Nebeneinande ganz unterschiedlicher Nutzungen. Aber auch das prägt den Charakter einer Stadt und macht sie zu einem besonderen und lebenswerten Ort.




 3. Schinkel Wettbewerb 2009. Fachsparte Städtebau, Rathenow 
WETTBEWERB competition
Sonderpreis des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg/ Special prize from the Brandenburg Ministry of Infrastructure and Spatial Planning



Ort, Jahr
location, year: Rathenow, 2009
Projektgebiet project area: 20 ha
Auslober initiator: AIV zu Berlin e.V.

In der Geschichte der Stadt Rathenow hat sich die Rolle der Altstadtinsel mehrfach geändert. Während sie vor der Zerstörung im 2. Weltkrieg Zentrumsfunktion hatte, ist sie nun größtenteils Wohnort und liegt an der Schnittstelle zwischen dem neuen Stadtzentrum und Bahnhof im Osten und suburbanen Strukturen und offener Landschaft im Westen. Mit dem Optikpark und dem Weinberg sind aber auch Parklandschaften und mit dem Umbau der Alten Mühle Kultureinrichtungen in unmittelbarer Nähe entstanden.

Die prädestinierte und zentrale Insellage mit ihrem landschaftlichen Charme, die markante Topographie und die symbolische Rekonstruktion der St. Marien-Andreas-Kirche, die Stadtmauer als Symbol der Wiege der Gemeinde – all diese identitätsbildenden Kräfte und atmosphärischen Reize genießen momentan eine eher stiefmütterliche Rolle. Die Insel ist vielmehr Transitraum als ein Element der Vermittlung und der Kommunikation zwischen unterschiedlichen Strukturelementen. Mit dem Bau der Umgehungsstraße und der Bundesgartenschau 2015 in Aussicht, kann die Rolle der Altstadtinsel und das Bild der Stadt Rathenow völlig neu überdacht und bewertet werden.





Das Prinzip der Innovation stellte schon im Mittelalter die Stadt in direkten Gegensatz zur umgebenden Landschaft. Und wenn man Innovation als Antwort auf Systemgrenzen versteht, so wird das auch im Zusammenhang Rathenows in naher Zukunft eine wegweisende Rolle spielen. Sich ändernde gesellschaftliche und ökonomische Rahmenbedingungen und Prinzipien der Nachhaltigkeit bieten für den Umbau der Altstadtinsel eine Chance.



Ziel ist demnach, ganz im Sinne der Kontinuität der historischen Entwicklung – Aufbau, Zerstörung, Wiederaufbau, Rückbau, Rezession – der Altstadtinsel eine neue Rolle und Identität zu geben, welche auf den Genius Loci aufbaut und das Prinzip des Palimpsest fortschreibt. Sie soll zukünftig ein eigenständiges Bewusstsein im Stadtgefüge entwickeln und zu einer wertvollen Bereicherung für Bewohner und Stadtbild werden.
Das Projekt entwirft dabei eine prozessuale Entwicklungsstrategie, die sich mit räumlichen Organisationsmustern und Synergiewirkungen auseinandersetzt. Zugleich beruht sie aber auch auf der Annahme, dass die Entwicklung einer Zukunftsvision und die Aussicht auf Realisation durch die Bundesgartenschau 2015 neue Kräfte und Energien weckt, sowohl privater als auch öffentlicher Art, und diese langfristig in ein gemeinschaftlich entworfenes, mehrdimensionales Netzwerk einbindet, das sich kontinuierlich ändert und niemals fertig ist. Die Altstadtinsel steht vor der Neugründung, vor der Erfindung ihrer selbst.


 4. Altstadt Weil der Stadt 
WETTBEWERB competition
Ankauf/ runner-up



Ort, Jahr location, year: Weil der Stadt, 2009
Projektgebiet project area: 20 ha
Auslober initiator: Stadt/ City of Weil der Stadt
Team team: Daniel Schönle, Stuttgart + wolf.sedat architekten, Weikersheim + Köber Landschaftsarchitekten, Stuttgart



Der Bestand von Weil der Stadt zeichnet sich durch eine räumlich und programmatisch prägnante Struktur von städtischen Aktivitätszonen einerseits und sehr kleinteiligen und räumlich differenzierten Wohnbereichen andererseits aus. Die historische Altstadt ist im Osten von der gut erhaltenen Stadtmauer und einem grünen „U“ eingefasst. Dieser zentrumsnahe Grünraum wird als Natur- und Bewegungsraum durch eine neue Gestaltung qualifiziert und durch neue Fuß- und Radwege besser mit den umliegenden Stadtgebieten verknüpft. Das Konzept sieht die langfristige Weiterentwicklung der grünen Stadtkrone zu einem freiräumlichen „O“ vor, welches als Fußverbindung die gesamte Innenstadt entlang der historischen Stadtmauern umschließt.



Die räumlichen Charakteristika der Hauptaktivitätszonen wie großzügige Platzbereiche, weite Blickbeziehungen und geschlossene Raumkanten werden bei zukünftigen Planungen gestärkt. Durch die Aufweitung des zentralen Bereiches der Stuttgarter Straße entsteht ein neuer Stadtraum, der im Norden und Süden durch eine geschlossene Bebauung eingefasst wird und einzelne Gebäudegruppen mit stark frequentierten Erdgeschossnutzungen als öffentlicher Raum umschließt.
Die Wohnquartiere hinter den aktiven Kanten des zentralen Stadtraums zeichnen sich besonders durch ihre räumliche Differenziertheit aus. Die Qualitäten dieser Quartiere liegen in ihrer Offenheit und den differenzierten Übergängen von Öffentlich zu Privat. Folglich fügen sich zukünftige Planungen typologisch in diese Strukturen ein. Offene Bauweise, Erschließung über einen Hof und private Gärten bilden Bausteine bei den weiteren Planungen.